Die Jungfrau, die das Feuer verehrte: Juquila

Anekdoten über die Jungfrau Maria

Die Jungfrau, die das Feuer verehrte: Juquila

Santa Catarina Juquila, Oaxaca (Mexiko) (17.–18. Jahrhundert (Brand; Datum unbekannt))

La Virgen que el fuego respetó: Juquila
Santuario de Nuestra Señora de Juquila (México). Foto: Catedrales e Iglesias/Cathedrals and Churches from Ciudad de México, México, Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

In den Bergen von Oaxaca, in Santa Catarina Juquila, wird eine kleine Statue der Unbefleckten Empfängnis verehrt. Sie gelangte im 16. Jahrhundert in die Region und ist mit einem Dominikanermönch und den indigenen Gemeinschaften der Berge verbunden. Ihre Berühmtheit gründet sich auf ein Ereignis, das der Überlieferung nach als das große Wunder gilt, das die Verehrung begründete.

Die Legende besagt, dass das Dorf, in dem sich das Bildnis befand, im 17. oder 18. Jahrhundert von einem verheerenden Brand heimgesucht wurde. Die Flammen zerstörten die Holzhäuser und die mit Palmblättern gedeckten Dächer und beschädigten sogar die Einsiedelei schwer. Doch bei der Untersuchung der Ruinen stellten die Bewohner fest, dass das Marienbildnis nahezu unversehrt geblieben war: Es war nicht verbrannt, hatte sich nicht wie das umliegende Holz schwarz verfärbt und war weiterhin erkennbar und ehrwürdig, mit leichten Gebrauchsspuren, aber ohne Zerstörung.

El fuego lo consumió todo, menos a ella: en medio de la ceniza, la Madre seguía entera.

Der Herausgeber muss bei der Angabe von Daten und Details vorsichtig sein. Die Existenz eines alten Marienbildes, das in Juquila unter dem Titel „Unbefleckte Empfängnis“ verehrt wird, ist belegt, ebenso wie die Bedeutung des Ortes als eines der wichtigsten Wallfahrtszentren in Südmexiko und die Feier des 8. Dezembers als Hauptfesttag mit Novenen und großem Andrang. Das genaue Datum des Brandes, belegt durch einen zeitgenössischen Bericht, ist jedoch nicht bekannt: Die Quellen datieren zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Tatsache, dass es einen Brand gab und das Bild erhalten aufgefunden wurde, erscheint als lebendiges lokales Gedächtnis plausibel, doch die genauen Details des Ereignisses sind von Legenden umwoben und nicht gesichert.

Anders als bei Talpa ist die Schutzpatronin von Juquila direkt mit der Unbefleckten Empfängnis verbunden, nicht mit dem Titel „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“. Dennoch ist die Verehrung in der Stadt in der Praxis stark vom Rosenkranzgebet geprägt: Wallfahrten und Novenen haben ihn oft zum zentralen Bestandteil, und viele Gläubige versprechen ausdrücklich, ihn während ihrer Reise oder nach einer empfangenen Gnade zu beten. Es gibt jedoch kein Gründungswunder, das speziell mit dem Rosenkranzgebet in Verbindung steht; es ist eine weit verbreitete Andacht der Kirche in Mexiko.

Jedes Jahr pilgern Tausende von Gläubigen tagelang, manchmal barfuß, mit Bildern, Rosenkränzen und Votivgaben, um der Jungfrau Maria für Gesundheit, Schutz während der Migration und Befreiung von so vielen Lasten zu danken. Das Heiligtum bewahrt zahlreiche Votivgaben und Dankestafeln auf – sichtbare Zeugnisse eines Glaubens, den selbst das Feuer nicht vernichten konnte.

Fuentes: arquidiócesis de Antequera-Oaxaca y el Santuario de Nuestra Señora Inmaculada de Juquila; reseñas enciclopédicas modernas y materiales pastorales de la arquidiócesis; reportajes de prensa local y nacional sobre las peregrinaciones masivas.

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