Marienverehrung
Maria Knotenlöserin
„Maria Knotenlöserin“ · Augsburg (Deutschland)
Aus einem barocken Gemälde in Augsburg entstand eine der heute am weitesten verbreiteten Marienverehrungen: Maria, die mit mütterlicher Geduld die Knoten löst, die unser Leben verstricken. Papst Franziskus verbreitete sie in der ganzen Welt.

Ursprung und Geschichte
Die Andacht geht auf ein barockes Ölgemälde von Johann Georg Melchior Schmidtner zurück, das um 1700 entstand und in der Augsburger Kirche St. Peter am Perlach verehrt wird. Das Bild zeigt die Jungfrau Maria, auf dem Mond stehend und von Engeln umgeben, wie sie die Knoten eines langen weißen Bandes löst. Im Hintergrund wird eine fromme Episode aus dem Leben der Familie Langenmantel dargestellt: eine Ehekrise, deren Knoten durch Marias Fürsprache gelöst wurden.
Obwohl das Bild alt ist, ist seine weltweite Verbreitung erst in jüngerer Zeit erfolgt: Der damalige Priester Jorge Mario Bergoglio – der spätere Papst Franziskus – begegnete ihm in den achtziger Jahren in Augsburg und brachte die Verehrung nach Argentinien, von wo aus sie sich durch Novenen, Drucke und Kopien des Gemäldes in ganz Lateinamerika verbreitete.
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