Anekdoten über die Jungfrau Maria
„Das Sonnenwunder von Fatima“

Im Jahr 1917 behaupteten drei Hirtenkinder aus Cova da Iria in Fatima – Lucia dos Santos und ihre Cousins Francisco und Jacinta Marto –, dass ihnen die Jungfrau Maria von Mai bis Oktober jeden 13. des Monats erschienen sei. Von der ersten Erscheinung an war die Botschaft klar und beständig: Buße, Umkehr und vor allem das tägliche Rosenkranzgebet für den Frieden und für ein Ende des Krieges, der damals Europa verwüstete.
Bei der Erscheinung im September kündigte die Dame an, im Oktober ein großes Zeichen zu vollbringen, „damit alle glauben“. Und am 13. Oktober 1917 ereignete sich vor einer riesigen Menschenmenge, die sich im Regen versammelt hatte, das, was als das „Sonnenwunder“ bekannt ist.
An jenem Mittag behaupteten etwa siebzigtausend Menschen, die Sonne am Himmel „tanzen“ gesehen zu haben, wie sie ihre Farben wechselte und scheinbar zur Erde stürzte. Gläubige wie Skeptiker beobachteten das Phänomen, und die portugiesische Presse jener Zeit, selbst jene, die üblicherweise kirchenkritisch eingestellt waren, berichtete darüber. Die Kirche deutete es als übernatürliche Bestätigung der Erscheinungen; einige Gelehrte haben natürliche Erklärungen vorgeschlagen, doch das Heiligtum verehrt es weiterhin als Wunder.
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