"Die Herrin des Manaoag-Baumes"

Anekdoten über die Jungfrau Maria

"Die Herrin des Manaoag-Baumes"

Manaoag, Pangasinan, Philippinen (um 1610)

Basílica de Nuestra Señora del Santísimo Rosario de Manaoag (Filipinas). Foto: Leomerlubo, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

In Manaoag, Provinz Pangasinan, im Norden der Philippinen, wird die Muttergottes vom Heiligen Rosenkranz von Manaoag verehrt. Diese kleine Elfenbein- und Silberfigur zeigt sie mit dem Christuskind im linken Arm und einem Rosenkranz in der rechten Hand. Sie ist die Schutzpatronin der Kranken, der Bedürftigen und der Armen, und der Schrein wird seit Jahrhunderten vom Dominikanerorden betreut.

Die älteste Überlieferung erzählt, dass um 1610 ein Bauer auf dem Heimweg von seinem Feld die Stimme einer Frau hörte, die ihn rief. Als er aufblickte, sah er die Jungfrau Maria über einem Baum, umgeben von Licht, die ihn bat, dort eine Kirche zu errichten. Der Name des Dorfes erinnert, der religiösen Deutung zufolge, an diesen Ruf. Die Geschichte ist in alten frommen Texten überliefert, wie etwa in der „Kurzen Schilderung der Erscheinung Unserer Lieben Frau von Manaoag“ aus dem 19. Jahrhundert.

La Señora no pidió un templo lejano ni grandioso: lo quiso justo allí, donde un labrador cansado pudo oírla.

Es ist wichtig, sorgfältig zwischen Tradition und dokumentierten Belegen zu unterscheiden. Die Vision des Bauern mit ihrem Dialog und ihrer strahlenden Bildsprache gehört zum überlieferten Andachtsgedächtnis; die genauen Details sind in Archiven nicht festgehalten. Dokumentiert ist jedoch das hohe Alter des Kultes, der mindestens bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht, die Zeit der Dominikaner und die kanonische Krönung des Bildes im Jahr 1926, eine offizielle Anerkennung seiner gütigen Bedeutung.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Region bombardiert, und seither wird erzählt, dass die Jungfrau Maria ihr Volk beschützte und dass sogar einige Bomben nicht explodierten. Die Existenz des Krieges und der Anstieg von Votivgaben und Danksagungen danach sind dokumentiert; die Geschichte der nicht explodierten Bomben ist eine lokale, fromme Tradition, die nicht durch militärische Dokumente belegt ist. Das Heiligtum beherbergt Gemälde von Wundern und zahlreiche Votivgaben: Menschen, die vor Bränden gerettet wurden, Heilungen, Versöhnungen – Zeichen eines lebendigen und beständigen Vertrauens in die Fürsprache Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz.

Fuentes: santuario de Manaoag, «Breve Noticia…» (s. XIX), síntesis enciclopédica y portales devocionales. Es tradición la aparición al campesino y el detalle de las bombas que no estallaron; está documentada la antigüedad del culto, la administración dominica y la coronación canónica de 1926. La advocación es del Rosario, central en su devoción.

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