Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz von Las Lajas
Die Jungfrau, die auf dem Felsen erschien
Über der Schlucht des Flusses Guáitara im Süden Kolumbiens erhebt sich das Heiligtum von Las Lajas. Der Überlieferung nach wurde sein Bild nicht von Menschenhand gemalt, sondern scheint in den Felsen eingeprägt zu sein. Sein offizieller Name verbindet es mit dem Heiligen Rosenkranz.

Ursprung und Geschichte
Die Verehrung geht auf das Jahr 1754 zurück. Der Legende nach durchquerte die einheimische Frau María Mueses de Quiñónez mit ihrer taubstummen Tochter Rosa den Ort Las Lajas. Mitten in einem Sturm sprach das Kind zum ersten Mal und zeigte auf eine Frau mit dem Kind, die auf dem Felsen erschienen war. Nach Rosas Tod flehte die Mutter die Jungfrau Maria an, und das Kind erwachte wieder zum Leben. Bei ihrer Rückkehr fand die Gemeinde das Bildnis in den Felsen eingeprägt.
Ab dem 18. Jahrhundert wurde der Ort zu einem Wallfahrtsort. Über der Schlucht des Flusses Guáitara, nahe der Grenze zu Ecuador, wurde das heutige neugotische Heiligtum errichtet. Die wundertätige Wirkung des Bildes und die unzähligen Votivgaben machten Las Lajas zu einem der bedeutendsten Marienheiligtümer Amerikas. Der Heilige Stuhl verfügte 1951 über die kanonische Krönung, die 1952 feierlich begangen wurde, und 1954 wurde die Kirche zur Basilica minor erhoben.
