Die Mystik des Nordens und die Jungfrau von Vadstena

Anekdoten über die Jungfrau Maria

Die Mystik des Nordens und die Jungfrau von Vadstena

Vadstena (Schweden) (1303-1391)

La mística del norte y la Virgen de Vadstena
Abadía de Vadstena (Suecia). Foto: Evasandgren, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Am Ufer des Vätternsees im mittelalterlichen Schweden gründete eine Frau von starkem Charakter und tiefgründigem Innenleben ein Kloster, das über Jahrhunderte zum spirituellen Zentrum des Landes werden sollte. Ihr Name war Birgitta; sie wurde um 1303 geboren und starb 1373. Die Kirche sprach sie 1391 heilig und legte den 23. Juli als ihren Gedenktag fest. Sie ist die heilige Birgitta von Schweden, eine der großen Mystikerinnen Nordeuropas.

En sus revelaciones, la figura de la Virgen quedó tejida para siempre en la espiritualidad de toda una orden.

Es ist gut belegt, dass Birgitta das Kloster Vadstena und den Orden des Allerheiligsten Erlösers – die Birgittinerinnen – gründete, dass sie zunächst in Rom beigesetzt wurde und ihre Gebeine später nach Vadstena überführt wurden, wo sie ruhen. Ihre Gestalt wurde in der Spiritualität ihrer berühmten Offenbarungen und im liturgischen Leben des Klosters, das stets eine tiefe Marienverehrung pflegte, mit dem Andenken an die Jungfrau Maria verbunden.

Es ist jedoch wichtig, mit Vorsicht vorzugehen und ihr nicht mehr zuzuschreiben, als die Quellen zulassen. Die Birgittentradition betont ihren Charakter als große Mystikerin und die Überlieferung, dass sie die Ordensregel von Christus selbst empfangen habe; dies gehört in den Bereich der Andacht und ihrer Visionen. Vor allem aber enthalten die Quellen keine konkrete und überprüfbare Anekdote über ein bestimmtes Bildnis, das man „Unsere Liebe Frau von Vadstena“ nennen könnte, mit einer Gründungsgeschichte, einem datierten Wunder oder einer zuverlässig überlieferten Episode. Es ist ratsam, dies festzuhalten, ohne ein Wunder zu erfinden, das die Quellen nicht belegen.

Es besteht auch kein direkter und spezifischer Zusammenhang zwischen Vadstena und dem Rosenkranzgebet. Sicher ist jedoch die tiefe Marienverehrung Birgittas und ihres Ordens, eine Hingabe an die Jungfrau Maria, die das Klosterleben durchdrang und sich durch die Birgittinerinnen in ganz Europa verbreitete. Dass diese Marienfrömmigkeit auch den Rosenkranz umfasste, ist in der späteren Praxis anzunehmen, kann aber nicht als charakteristisches historisches Merkmal von Vadstena behauptet werden.

Was bleibt, ist das Wesentliche und das Gewisse: eine Heilige aus dem Norden, die Maria mit den Augen einer Mystikerin zu betrachten wusste, und ein Kloster an einem See, das jahrhundertelang ein Leuchtfeuer des marianischen Gebets in einem Land war, das durch Zeit und Geschichte weniger katholisch werden sollte, wo aber ihre Erinnerung nie ganz verblasste.

Fuentes: biografías y enciclopedias sobre santa Brígida de Suecia (fechas de nacimiento, muerte y canonización, fundación de Vadstena y de la Orden del Santísimo Salvador).

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