„Die schöne Dame von La Salette: die Jungfrau, die auf dem Berg weinte“

Anekdoten über die Jungfrau Maria

„Die schöne Dame von La Salette: die Jungfrau, die auf dem Berg weinte“

La Salette (Frankreich) (1846)

Santuario de Nuestra Señora de La Salette (Francia). Foto: Vassil, Wikimedia Commons (CC0)

Am 19. September 1846 hüteten zwei Hirtenkinder, die etwa vierzehnjährige Mélanie Calvat und der elfjährige Maximin Giraud, ihre Herden an einem hohen Hang der französischen Alpen nahe des Dorfes La Salette. An diesem Nachmittag sahen sie ein helles Leuchten in einer Schlucht und darin eine Frau, die mit dem Gesicht in den Händen saß und weinte.

Die Dame erhob sich und rief sie sanft. Sie sprach lange mit ihnen, Zärtlichkeit und Vorwurf zugleich: Sie beklagte ihre Vernachlässigung des Gebets, ihre Entweihung des Sonntags und ihre Gotteslästerung und bat sie zur Umkehr. Jedem Kind vertraute sie ein Geheimnis an. Was den Zeugen am deutlichsten in Erinnerung blieb, war ihr Weinen: Die Jungfrau erschien weinend, ein Zeichen ihrer mütterlichen Trauer um ihre Kinder.

«Si mi pueblo no quiere someterse, me veré obligada a dejar caer el brazo de mi Hijo»: de aquella montaña bajó una Señora que lloraba.

Die Erscheinung wurde von der Kirche untersucht, und am 19. September 1851 erkannte der Bischof von Grenoble, Monsignore Philibert de Bruillard, die Echtheit der Erscheinung Unserer Lieben Frau von La Salette offiziell an. An der Stelle wurde eine große Basilika errichtet, die heute ein Wallfahrtsort ist, und die Verehrung verbreitete sich unter dem Titel „Versöhnerin der Sünder“ in der ganzen Welt.

Es ist wichtig, sorgfältig zu unterscheiden. Die von den beiden Sehern geschilderte Erscheinung, die kirchenrechtliche Untersuchung und die bischöfliche Anerkennung von 1851 sind belegte Tatsachen. Die Botschaft der Bekehrung ist dokumentiert; allerdings wurden die sogenannten „Geheimnisse“ von La Salette und ihre späteren Versionen ergänzt und kontrovers diskutiert. Daher ist es ratsam, sich an das von der Kirche Anerkannte zu halten und alles, was über die anerkannte Botschaft hinausgeht, als Tradition oder umstrittenes Material zu betrachten. Die genauen Worte werden gemäß den Zeugnissen der Seher überliefert.

Fuentes: documentación de la diócesis de Grenoble (reconocimiento de 1851), santuario de La Salette e historiografía mariana. Son hecho documentado la aparición de 1846, su investigación y la aprobación episcopal de 1851; son tradición o material discutido las versiones ampliadas de los secretos, que conviene tratar con prudencia.

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