Die Rosen Kastiliens auf Juan Diegos Tilma

Anekdoten über die Jungfrau Maria

Die Rosen Kastiliens auf Juan Diegos Tilma

Mexiko-Stadt (Mexiko) (1531)

Las rosas de Castilla en el ayate de Juan Diego
Basílica de Nuestra Señora de Guadalupe, Ciudad de México. Foto: Eneas De Troya from Mexico City, México, Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Die Überlieferung von Guadalupe erzählt, dass an einem Samstag im Dezember 1531 ein indigener Mann namens Juan Diego, der im Morgengrauen auf dem Weg zum Christentum war, auf dem Hügel Tepeyac sanften Gesang vernahm. Als er hinaufstieg, sah er eine Dame, „mit der Sonne bekleidet“, die sich als „die immerwährende Jungfrau Maria, Mutter des wahren Gottes“ vorstellte. Voller Zärtlichkeit nannte sie ihn „Juanito, das geringste meiner Kinder“ und bat ihn, Bischof Juan de Zumárraga zu bitten, ihr an diesem Ort einen Tempel zu errichten, damit sie all ihre Liebe, ihr Mitgefühl und ihre Hilfe denen zeigen könne, die sie suchten.

Der Bischof glaubte ihm nicht und verlangte ein Zeichen. Unterdessen erkrankte Juan Diegos Onkel, Juan Bernardino, schwer. Am Morgen des 12. Dezembers, auf der Suche nach einem Priester, versuchte Juan Diego aus Scham, der Jungfrau Maria auszuweichen, indem er einen anderen Weg einschlug. Doch sie kam ihm entgegen und sprach die in der mexikanischen Frömmigkeit so beliebten Worte.

«¿No estoy yo aquí, que soy tu madre? ¿No estás bajo mi sombra y resguardo? ¿No soy yo la fuente de tu alegría?»

Sie versicherte ihm, sein Onkel sei bereits genesen, und wies ihn an, den kargen Gipfel des Hügels zu besteigen. Dort fand Juan Diego einen Rosenstrauch voller kastilischer Rosen, die trotz der Kälte des Hochplateaus frisch und duftend waren. Die Jungfrau selbst arrangierte sie in seinem Umhang aus Agavenfasern und gebot ihm, sie niemandem zu zeigen, bis er den Bischof erreicht hatte.

Als sie schließlich ihren Mantel öffnete und die Blumen herabfielen, knieten die Anwesenden nieder: Auf dem schlichten Umhang war das Bild der Jungfrau Maria eingeprägt, das heute in der Basilika von Guadalupe verehrt wird. Als Juan Diego nach Hause zurückkehrte, fand er seinen Onkel, wie sie es versprochen hatte, vollständig genesen vor und erfuhr, dass sie ihm auch erschienen war und ihm den Namen offenbart hatte, mit dem sie angerufen werden wollte: Unsere Liebe Frau von Guadalupe.

Fuentes: relato de la tradición guadalupana según el Nican Mopohua y la catequesis posterior. El conjunto de las apariciones, las rosas, la imagen en la tilma y las palabras de la Virgen pertenecen al ámbito de la tradición devocional recogida en los textos del siglo XVI-XVII; el reconocimiento eclesial de la advocación y su patronazgo sobre México y América son hecho documentado.

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