„Maria, die Knotenlöserin von Augsburg“

Anekdoten über die Jungfrau Maria

„Maria, die Knotenlöserin von Augsburg“

Augsburg (Deutschland) (ca. 1700)

Iglesia de San Pedro am Perlach, Augsburgo (Alemania). Foto: Bärwinkel,Klaus, Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

In der Augsburger Kirche St. Peter am Perlach befindet sich ein barockes Gemälde, das die ganze Welt bewegt hat: Maria Knotenlöserin. Darauf nimmt die Unbefleckte Empfängnis, umgeben von Engeln, ein langes, verknotetes Band in die Hände und löst es geduldig, während sie auf den Kopf der Schlange tritt. Diese Knoten symbolisieren nach Volksglauben unsere Probleme, Sünden, Familienkonflikte und die inneren Bindungen, die uns so fest zusammenhalten.

Der Überlieferung nach entstand das Bild aus einer Ehekrise: Ein Priester soll die Jungfrau Maria gebeten haben, die Knoten ihrer Ehe zu lösen, woraufhin sich das Paar versöhnte. Dies ist die am häufigsten erzählte Anekdote und ein Symbol für Versöhnung und Hoffnung; sie sollte jedoch als Andachtstradition verstanden werden, da es keine urkundlichen Belege gibt.

Nudo a nudo, con manos de Madre, va deshaciendo lo que parecía imposible.

Wir wollen zwischen den beiden unterscheiden. Die Existenz des barocken Gemäldes in San Pietro am Perlach und seine Zuschreibung an den Maler Johann Georg Melchior Schmidtner sind gut belegt, mit einer gängigen Datierung um 1700, obwohl einige Quellen 1687 nennen – diese Datierung ist jedoch nicht unumstritten. Die große Verbreitung dieser Verehrung im 20. Jahrhundert, insbesondere in Lateinamerika, ist ebenfalls gut dokumentiert und wurde maßgeblich von Kardinal Jorge Mario Bergoglio, dem späteren Papst Franziskus, gefördert, der sie während seiner Zeit in Europa kennenlernte und von Argentinien aus verbreitete. Es fehlen jedoch ausreichende Belege für konkrete Votivgaben oder Wunder sowie eine detaillierte Gründungschronologie.

Die Verbindung zum Rosenkranz ist andächtiger, nicht struktureller Natur: Die Anrufung wird oft im Kontext von Mariengebeten und dem Rosenkranz gebetet, und ihre Sprache – Maria, vereint mit Christus, vertrauenswürdige Fürsprecherin – ähnelt sehr der des Rosenkranzes. Es gibt jedoch keine Belege für eine spezifische historische Beziehung zu einer Rosenkranzbruderschaft oder einem bestimmten Rosenkranzritus.

Fuentes: reseñas de la imagen de Augsburgo y de su difusión (archivos de la obra, Universidad de Navarra, medios devocionales). Están documentados el cuadro de Schmidtner en San Pedro am Perlach y la expansión moderna de la devoción; es tradición el episodio del matrimonio reconciliado. La fecha exacta de la pintura, milagros concretos y un vínculo histórico con el Rosario no constan con seguridad.

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