„Die Jungfrau von Vailankanni: die Milch, die niemals versiegte“

Anekdoten über die Jungfrau Maria

„Die Jungfrau von Vailankanni: die Milch, die niemals versiegte“

Velankanni (Indien) (16.-17. Jahrhundert)

Basílica de Nuestra Señora de la Buena Salud, Velankanni (India). Foto: Matthew T Rader, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

An der Küste Tamil Nadus, mit Blick auf die Bucht von Bengalen, erhebt sich die Basilika Unserer Lieben Frau von der Guten Gesundheit in Velankanni, liebevoll auch „das Lourdes des Ostens“ genannt. Millionen von Pilgern, Christen wie Hindus, strömen jedes Jahr dorthin, angezogen vom Ruhm der Jungfrau Maria, die Leib und Seele heilt. Der Hauptfeiertag ist der 8. September, Mariä Geburt.

Die Verehrung wurzelt in drei rührenden Geschichten, die der Tradition zufolge mündlich überliefert werden und mangels zeitgenössischer Aufzeichnungen nicht existieren. Die erste erzählt von einem Hindu-Jungen, der mit Milch in der Hand erschöpft an einem Teich niederlegte. Eine Frau mit einem Kind auf dem Arm besuchte ihn und bat ihn um etwas Milch für das Kleine. Der Junge gab sie ihr bereitwillig; als er nach Hause kam, erklärte er seine Verspätung, und als er den Krug öffnete, war die Milch wie durch ein Wunder unberührt.

María que no empobrece, sino que devuelve con abundancia lo que se le ofrece.

Die zweite Geschichte erzählt von einem anderen Kind, das von Geburt an lahm war und dem die Jungfrau ebenfalls Milch gab; nachdem es diese erhalten hatte, war sein Bein geheilt. Die dritte Geschichte berichtet von portugiesischen Seeleuten, die in der Bucht in einen Sturm gerieten: Sie riefen die Jungfrau an, wurden gerettet und erweiterten aus Dankbarkeit die Kapelle und versprachen, die Mutter an ihrem Geburtstag zu ehren.

Es ist wichtig, klar zu unterscheiden. Alle diese Begebenheiten gehören zur mündlichen Überlieferung und wurden relativ spät gesammelt; selbst kirchliche Quellen bestätigen, dass es keine zeitgenössischen Belege für die Erscheinungen gibt. Die Datierungen (16. Jahrhundert für die Erscheinungen, 17. Jahrhundert für den Schiffbruch) sind daher nur ungefähre Angaben. Gut dokumentiert ist hingegen die Entwicklung des Heiligtums: die Pfarrei um 1771, während der niederländischen Christenverfolgung, und die Erhebung zur Basilica minor durch Papst Johannes XXIII. am 3. November 1962.

Fuentes: santuario de Velankanni, agencia Fides y obras de divulgación católica. Son tradición piadosa los relatos de la leche, el niño curado y el naufragio; es hecho documentado la antigüedad del santuario, la parroquia, la basílica menor de 1962 y la gran peregrinación actual. No consta un vínculo histórico específico con el Rosario.

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