Marienverehrung
Jungfrau vom Haupt
Schutzpatron von Andújar

Die Verehrung Unserer Lieben Frau vom Haupt ist eine der bedeutendsten Marienverehrungen Andalusiens und hat ihren Ursprung in der Sierra Morena. Der Überlieferung nach geht sie auf das Jahr 1227 oder 1227/28 zurück, als der Hirte Juan Alonso de Rivas aus Colomera (Granada) ein Licht sah und auf dem Hügel Cabezo ein kleines Bildnis der Jungfrau Maria auf einer Steineiche entdeckte. Er erlebte daraufhin Erscheinungen und die wundersame Heilung seines gelähmten Arms. Diese Erzählung beruht auf frommer Überlieferung und nicht auf zeitgenössischen Dokumenten. Historisch belegt ist die Bruderschaft Unserer Lieben Frau vom Haupt eindeutig im 14. Jahrhundert und etablierte sich im 15. und 16. Jahrhundert mit königlichen Privilegien und weitreichendem Einfluss in ganz Andalusien und La Mancha.
Hauptdaten
Ursprung und Geschichte
Die Verehrung Unserer Lieben Frau vom Haupt ist eine der bedeutendsten Marienverehrungen Andalusiens und hat ihren Ursprung in der Sierra Morena. Der Überlieferung nach geht sie auf das Jahr 1227 oder 1227/28 zurück, als der Hirte Juan Alonso de Rivas aus Colomera (Granada) ein Licht sah und auf dem Hügel Cabezo ein kleines Bildnis der Jungfrau Maria auf einer Steineiche entdeckte. Er erlebte daraufhin Erscheinungen und die wundersame Heilung seines gelähmten Arms. Diese Erzählung beruht auf frommer Überlieferung und nicht auf zeitgenössischen Dokumenten. Historisch belegt ist die Bruderschaft Unserer Lieben Frau vom Haupt eindeutig im 14. Jahrhundert und etablierte sich im 15. und 16. Jahrhundert mit königlichen Privilegien und weitreichendem Einfluss in ganz Andalusien und La Mancha.
Das Bild und das Heiligtum
Das Bildnis wird im Königlichen Heiligtum Unserer Lieben Frau vom Haupt auf dem Hügel Cerro del Cabezo in der Gemeinde Andújar (Jaén) der Diözese Jaén verehrt. Die Jungfrau Maria wird als kleine, dunkelhäutige Figur dargestellt und ist in der gesamten Diözese sehr beliebt. Während des Spanischen Bürgerkriegs war das Heiligtum Schauplatz der berühmten Belagerung des Heiligtums Unserer Lieben Frau vom Haupt (1936–1937). Eine Gruppe von Guardia Civil und Zivilisten leistete monatelang Widerstand, wobei das Bildnis der Jungfrau Maria als Quelle spirituellen Schutzes stets präsent war. Das ursprüngliche Bildnis wurde nach dem Krieg zerstört und durch eine neue Skulptur ersetzt.
Schirmherrschaft und Krönung
Sie ist die Schutzpatronin des Bistums Jaén und der Stadt Andújar. Die kanonische Krönung fand 1909 statt und wurde von Papst Pius X. verkündet (päpstliche Krönung).
Feier und Hingabe
Die Hauptfeier ist die Wallfahrt am letzten Sonntag im April, die als eine der ältesten Wallfahrten Spaniens gilt. Der liturgische Feiertag im Kalender der Diözese Jaén fällt zeitlich nahe an den Tag der Wallfahrt, obwohl das genaue liturgische Datum in den konsultierten Quellen nicht einheitlich festgelegt ist. Zehntausende Gläubige pilgern zur Wallfahrt, begleitet vom typischen Ruf „¡Viva la Morenita!“ (Es lebe die dunkelhäutige Jungfrau!), und bringen ihre Verehrung durch Votivgaben, Gelübde und Fußpilgerfahrten aus zahlreichen Städten zum Ausdruck.
Verbindung zum Rosenkranz
Die angeschlossenen Bruderschaften organisieren häufig Rosenkränze und Novenen zu Ehren Unserer Lieben Frau vom Haupt, insbesondere in den Tagen vor der Wallfahrt. Alte Bruderschaftsbräuche, in denen der Rosenkranz regelmäßig betet wurde, sind belegt, jedoch nicht ausdrücklich unter dem Titel „Rosenkranzgebet“. Die Verbindung liegt in der gewöhnlichen Marienverehrung mit Rosenkränzen, Novenen und Triduen.
🌹 Eine Blume für die Jungfrau
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