„Der Cowboy Gil Cordero und das versteckte Bild am Fluss“

Anekdoten über die Jungfrau Maria

„Der Cowboy Gil Cordero und das versteckte Bild am Fluss“

Guadalupe, Cáceres (Spanien) (13.-14. Jahrhundert)

Real Monasterio de Santa María de Guadalupe (Cáceres). Foto: José Luis Filpo Cabana, Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

In der Stadt Guadalupe, eingebettet in die Sierra de Villuercas in der Provinz Cáceres, steht das Königliche Kloster Santa María de Guadalupe, einer der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte Spaniens. Dort wird eine romanische Marienfigur aus Zedernholz aus dem 12. oder 13. Jahrhundert verehrt. 1907 wurde sie zur Schutzpatronin der Extremadura ernannt und erhielt 1928 den Titel „Königin von Spanien“ bzw. „Königin der hispanischen Welt“.

Eine fromme Überlieferung erzählt die Entstehungsgeschichte des Heiligtums mit einer herzerwärmenden Legende. Ein Cowboy namens Gil Cordero trieb seine Rinder am Guadalupe River entlang, als er eine Kuh verlor. Als er sie tot auffand und sie häuten wollte, erwachte das Tier plötzlich wieder zum Leben. In diesem Augenblick erschien ihm die Jungfrau Maria, zeigte ihm, wo ein Bildnis von ihr vergraben war, und bat ihn, die Behörden zu informieren, damit eine Einsiedelei errichtet werden konnte. Als man die besagte Stelle ausgrub, entdeckte man die Statue, und so entstand das erste Heiligtum.

La tradición enlaza este hallazgo con una imagen que clérigos sevillanos habrían escondido junto al río hacia el año 714, huyendo de la invasión musulmana.

Es ist wichtig, zwischen den beiden Berichten zu unterscheiden. Gil Corderos Erzählung von der wiederauferstandenen Kuh und ihrer Entdeckung sowie die Zuschreibung des Bildes an den Evangelisten Lukas und seine Reise von Kleinasien nach Sevilla gehören zur frommen Tradition: Sie sind in späteren Chroniken des Klosters und in der Volksfrömmigkeit überliefert, finden sich aber nicht in zeitgenössischen Dokumenten. Historisch belegt ist hingegen, dass es sich bei dem verehrten Bild um eine romanische Schnitzerei aus dem 12./13. Jahrhundert handelt, dass das Heiligtum im 14. Jahrhundert gegründet wurde (die Kirche wurde 1389 zum Kloster erhoben, dessen Festtag der 8. September ist) und die späteren Titel von 1907 und 1928.

Was den Rosenkranz betrifft, so wird das Kloster derzeit von Franziskanern geleitet, in deren Spiritualität das Mariengebet einen hohen Stellenwert genießt. Daher wird der Rosenkranz gebetet und verbreitet. Allerdings weisen diese Quellen weder auf eine spezifische historische Verbindung zwischen Guadalupe de Extremadura und der Verbreitung des Rosenkranzes noch auf eine eigene Rosenkranzbruderschaft hin.

Fuentes: Wikipedia, revista Omnes, Turismo Extremadura / Geoparque Villuercas y divulgación religiosa. Es tradición piadosa la leyenda de Gil Cordero, la vaca resucitada, el escondimiento de 714 y la autoría de san Lucas; es hecho documentado la talla románica, la erección del monasterio en 1389 y los títulos de patrona de Extremadura (1907) y Reina de la Hispanidad (1928).

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