„Der kleine Esel, der sich vor der Kirche hinlegte: der Friede von San Miguel“

Anekdoten über die Jungfrau Maria

„Der kleine Esel, der sich vor der Kirche hinlegte: der Friede von San Miguel“

San Miguel (El Salvador) (1682)

Catedral de Nuestra Señora de la Paz, San Miguel (El Salvador). Foto: Krissiadamarisvj, Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

In der Stadt San Miguel im Osten El Salvadors wird Unsere Liebe Frau vom Frieden verehrt, die Hauptschutzpatronin der gesamten Republik, seit Paul VI. sie 1966 dazu erklärte. Ihre Ankunft ist mit einer der rührendsten Geschichten salvadorianischer Frömmigkeit verbunden.

Der Überlieferung nach entdeckten Händler im Jahr 1682 im Pazifik nahe des Golfs von Fonseca eine gut verschlossene Holzkiste. Sie bargen sie, doch trotz aller Bemühungen gelang es ihnen nicht, sie am Strand zu öffnen. Sie liehen sich einen Esel, um die Kiste nach San Miguel zu bringen. Als sie am 21. November an der alten Pfarrkirche vorbeikamen, blieb das Tier stehen und legte sich hin, da es nicht weitergehen wollte. Dort beschlossen sie, die Kiste zu öffnen: Darin befand sich ein wunderschönes Bild der Jungfrau Maria mit dem Jesuskind im Arm. Manche Versionen erzählen weiter, dass die Bewohner der Region, die sich in einem Konflikt befanden, nach Bekanntwerden des Fundes ihre Waffen niederlegten; daher der Name „Unsere Liebe Frau vom Frieden“.

La burrita se echó frente a la iglesia: la Virgen había elegido el lugar donde quería quedarse.

Wir müssen zwischen belegten Fakten und frommen Überzeugungen unterscheiden. Die Entdeckung eines Bildes in einer angespülten Truhe, dessen Transport auf einem Esel und dessen Enthüllung vor der Pfarrkirche, zusammen mit dem Festtag am 21. November, bilden den vom Bistum anerkannten historischen Kern. Die Begründung, man habe das Bild erst bewegen können, als man verstand, dass es ihr Wille war, dort zu bleiben, ist hingegen ein in Amerika verbreiteter Ausdruck der Frömmigkeit, der die Wahl des Ortes durch die Jungfrau Maria symbolisiert und in den historischen Primärquellen nicht zu finden ist. Ebenfalls belegt sind die päpstliche Krönung von 1921 und die nationale Schirmherrschaft von 1966.

Besonders beliebt ist die Legende vom „Lava-Wunder“: Am 21. September 1787, als der Vulkan Chaparrastique ausbrach, brachten die Einwohner das Bildnis vor die Kirche. Der Überlieferung nach änderte der Lavastrom daraufhin seine Richtung und kam dort zum Stehen, wo sich heute das Viertel „Milagro de la Paz“ befindet. Das Naturereignis – der Ausbruch und die Rettung der Stadt – ist historisch belegt; der wundersame Aspekt gehört zur Tradition des Heiligen Miguel. Was den Rosenkranz betrifft, so gibt es keine Aufzeichnungen über einen spezifischen Ursprung dieser Andacht, obwohl sein Gebet gemäß der allgemeinen lateinamerikanischen Frömmigkeit bei Novenen und Pilgerfahrten üblich ist.

Fuentes: diócesis de San Miguel, ACI Prensa y síntesis de Wikipedia en español. Es hecho documentado el hallazgo de la imagen en el cofre, la fiesta del 21 de noviembre, la erupción de 1787, la coronación de 1921 y el patronazgo de 1966; pertenecen a la tradición piadosa la imposibilidad de mover la caja, el cambio de curso de la lava y el cese milagroso de las hostilidades.

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