Anekdoten über die Jungfrau Maria
„Caravaggios Brunnen: Die Jungfrau, die am Quell um Frieden bat“

In Caravaggio, in der lombardischen Provinz Bergamo, wird die Madonna di Caravaggio im Heiligtum Santa Maria del Fonte verehrt, dessen Name bereits auf den Ursprung der Verehrung hinweist: eine Quelle, ein Brunnen. Der lokalen Überlieferung zufolge liegt dort, inmitten der Ebene, der Mittelpunkt der Geschichte, wo das Wasser als Zeichen der Gegenwart der Jungfrau entsprang.
Überlieferungen zufolge erschien die Jungfrau Maria am 26. Mai 1432 der Einheimischen Giannetta de’ Vacchi an der Quelle und überbrachte ihr eine Botschaft des Friedens, des Gebets und der Buße. Von da an wurde die Quelle zu einem heiligen Ort und gab Anlass zu dem Heiligtum, das noch heute zahlreiche Pilger anzieht.
Wir müssen hier ehrlich sein. Die Existenz des Heiligtums und das hohe Alter der Verehrung sind sicher, aber die verfügbaren Forschungsquellen bieten keine kritische Dokumentation von Caravaggios ursprünglichem Bericht, daher ist es am besten, nicht mehr zu behaupten, als sicher ist: Das Jahr 1432, die Erscheinung vor Giannetta und der wundersame Charakter der Quelle gehören, wie überliefert, zum Bereich der lokalen Tradition und des religiösen Gedächtnisses, während die Errichtung des Heiligtums später erfolgte.
Was den Rosenkranz betrifft, so belegen die konsultierten Quellen keinen direkten Zusammenhang zwischen Caravaggios Madonna und diesem Gebet. Die Verehrung ist eindeutig marianisch und tief in der Volkstradition verwurzelt, und der Rosenkranz wird dort wie in jedem anderen Wallfahrtsort gebetet. Um jedoch einen spezifischen Zusammenhang herzustellen, wäre eine konkrete lokale Quelle erforderlich, die hier nicht zu finden ist.
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