„Die Königin des Libanon: Die weiße Jungfrau, die Beirut umarmt“

Anekdoten über die Jungfrau Maria

„Die Königin des Libanon: Die weiße Jungfrau, die Beirut umarmt“

Harissa (Libanon) (1908)

Nuestra Señora del Líbano, Harissa. Foto: Swmehanna, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Hoch oben auf dem Berg mit Blick auf die Jounieh-Bucht in Harissa steht eine große weiße Marienstatue. Ihre Arme sind in Richtung Beirut ausgestreckt – eine Geste mütterlicher Gastfreundschaft. Es ist Libanons nationales Marienheiligtum, das von der maronitischen Kirche betreut wird und von Christen verschiedener Konfessionen sowie von Muslimen besucht wird, die dort Schutz suchen.

Die Geschichte ist gut dokumentiert. Ende des 19. Jahrhunderts beschloss man, dieses Bildnis als Zeichen der Weihe des Landes an die Jungfrau Maria zu errichten. Die in Frankreich gefertigte Statue ist etwa neun Meter hoch und wiegt rund zehn Tonnen; sie steht auf einem kegelförmigen Steinsockel, in dem sich eine Kapelle befindet. Das Heiligtum wurde am 1. Mai 1908, im Jubiläumsjahr des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis, offiziell eingeweiht.

El patriarca maronita Elías Hoyek consagró el Líbano a la Virgen y la proclamó «Reina del Líbano».

Manche Erzählungen gehören eher in den Bereich der poetischen und spirituellen Sprache als in den der historischen Fakten: etwa die Geschichte, dass die Jungfrau Maria während Jesu Besuch in Tyrus und Sidon dort auf ihn „wartete“ – eine freie Interpretation der Episode mit der kanaanäischen Frau im Evangelium. Sie eignet sich am besten als Andachtsmeditation, nicht als beweisbare Tatsache.

Historische Berichte belegen, dass Harissa während des libanesischen Bürgerkriegs zu einem Treffpunkt für Christen verschiedener Konfessionen und zeitweise auch für Muslime wurde, die dort für ihre Familien beteten. Zahlreiche Votivgaben und Dankesbekundungen sind erhalten, obwohl es keine offizielle Liste kanonisch anerkannter Wunder gibt. Die Verbindung zum Rosenkranzgebet ist andächtiger und liturgischer Natur, insbesondere im Monat Mai, ohne dass eine Erscheinung oder Botschaft als Ursprung dieser Andacht überliefert ist.

Fuentes: santuario de Harissa, fuentes maronitas y obras de divulgación católica. Es hecho documentado la erección de la estatua, la inauguración de 1908 y la proclamación como Reina del Líbano; son tradición devocional y poética las lecturas espirituales del lugar y los favores transmitidos oralmente.

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