"Unsere Liebe Frau von der Wüste von Chapi"

Anekdoten über die Jungfrau Maria

"Unsere Liebe Frau von der Wüste von Chapi"

Polobaya, Arequipa (Peru)

Virgen de Chapi (Arequipa, Perú). Foto: Virgen de chapi, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Im Bezirk Polobaya, in der trockenen Landschaft um Arequipa, steht das Heiligtum der Jungfrau von Chapi, auch bekannt als Unsere Liebe Frau von der Reinigung von Chapi, ein liturgischer Titel, der mit dem Fest der Darstellung des Herrn verbunden ist. Es ist eine der beliebtesten Marienverehrungen im südlichen Peru, innerhalb der Erzdiözese Arequipa, und die Gläubigen nennen sie liebevoll „Mamita de Chapi“ (Kleine Mutter von Chapi).

Der ergreifendste Aspekt dieser Verehrung ist die Pilgerfahrt. Jedes Jahr am 1. Mai pilgern Tausende von Arequipanern durch weite Wüsten und Schluchten zum Heiligtum – eine der größten Pilgerfahrten des Landes. Das Wandern in der Sonne, nachts und frühmorgens, mit ihren Versprechen im Herzen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Marienverehrung dieser Gemeinschaft.

Hay un cariño que solo se entiende caminando: el de quien atraviesa el desierto para abrazar a su Madre.

Was die genauen Ursprünge des Kultes und die Geschichten um sein Bild betrifft, stimmen die verschiedenen Quellen hinsichtlich Datierung und Details nicht immer überein. Daher ist Vorsicht geboten: Viele Aspekte der Anfänge dieser Verehrung wurzeln eher in der lokalen Tradition als in Archivdokumenten, und wo Unklarheit herrscht, ist es richtig, dass dies nicht dokumentiert ist. Unbestritten und weithin belegt ist jedoch die beständige Präsenz des Heiligtums in Polobaya, seine Verbindung zum Erzbistum Arequipa und die jährlich stattfindende, enorme Pilgerfahrt.

Wie bei allen Marienverehrungen in Peru begleitet das Rosenkranzgebet die Pilgerfahrt und die Feierlichkeiten im Heiligtum, obwohl es keine einzelne Begebenheit gibt, die den Ursprung von Chapi speziell mit dem Rosenkranz verbindet; die Verbindung besteht in der gewöhnlichen Marienfrömmigkeit, die von den Pilgern intensiv gelebt wird.

Fuentes: documentación de la arquidiócesis de Arequipa y reseñas devocionales. Está atestiguada la existencia del santuario en Polobaya y la gran romería del 1 de mayo; varios detalles del origen no constan con certeza y se transmiten como tradición. El Rosario acompaña la devoción, sin un vínculo fundacional específico documentado.

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