Marienverehrung
Unsere Liebe Frau von der Heiligen Höhle
Schutzpatron von Segorbe-Castellón
Einer alten Überlieferung zufolge stammt das Bild von Bruder Bonifacio Ferrer, einem Kartäusermönch der Kartause Valldecrist und Bruder des heiligen Vinzenz Ferrer. Bonifacio soll um den Beginn des 15. Jahrhunderts kleine Reliefs der Jungfrau Maria aus Gips (oder, einigen Quellen zufolge, aus Alabaster) angefertigt haben, um sie Hirten zu schenken, damit diese sie in ihren Säcken mit sich führen und in ihren Unterkünften verehren konnten. Die Überlieferung datiert die wundersame Entdeckung des Bildes in der Grotte auf unterschiedliche Daten, je nach Quelle: Manche nennen das Jahr 1502 oder den Zeitraum zwischen 1503 und 1508, während eine andere Überlieferung eine Erscheinung der Jungfrau Maria in der Höhle im Jahr 1516 erwähnt. Aufgrund der unterschiedlichen Datierungen und des Fehlens zeitgenössischer Dokumente sollten diese Chronologien als traditionell und nicht als gesichert gelten. Zahlreiche Wunder werden der Jungfrau Maria zugeschrieben, insbesondere solche im Zusammenhang mit dem Wasser der Höhle und der Gesundheit von Pilgern, darunter das Entspringen der Berro-Quelle in Altura. Diese Ereignisse gehören zur religiösen Tradition.
Hauptdaten
Ursprung und Geschichte
Einer alten Überlieferung zufolge stammt das Bild von Bruder Bonifacio Ferrer, einem Kartäusermönch der Kartause Valldecrist und Bruder des heiligen Vinzenz Ferrer. Bonifacio soll um den Beginn des 15. Jahrhunderts kleine Reliefs der Jungfrau Maria aus Gips (oder, einigen Quellen zufolge, aus Alabaster) angefertigt haben, um sie Hirten zu schenken, damit diese sie in ihren Säcken mit sich führen und in ihren Unterkünften verehren konnten. Die Überlieferung datiert die wundersame Entdeckung des Bildes in der Grotte auf unterschiedliche Daten, je nach Quelle: Manche nennen das Jahr 1502 oder den Zeitraum zwischen 1503 und 1508, während eine andere Überlieferung eine Erscheinung der Jungfrau Maria in der Höhle im Jahr 1516 erwähnt. Aufgrund der unterschiedlichen Datierungen und des Fehlens zeitgenössischer Dokumente sollten diese Chronologien als traditionell und nicht als gesichert gelten. Zahlreiche Wunder werden der Jungfrau Maria zugeschrieben, insbesondere solche im Zusammenhang mit dem Wasser der Höhle und der Gesundheit von Pilgern, darunter das Entspringen der Berro-Quelle in Altura. Diese Ereignisse gehören zur religiösen Tradition.
In den Aufzeichnungen ist belegt, dass das Heiligtum mindestens seit dem 16. und 17. Jahrhundert als Marienwallfahrtsort diente; die Verehrung erreichte ihren Höhepunkt unter Philipp II., als den Wassern zugeschriebene Wunder große Gläubigenmengen anzogen. Ende des 17. Jahrhunderts hatte sich die Marienverehrung laut zeitgenössischen Berichten auf der gesamten Iberischen Halbinsel und bis nach Südamerika verbreitet.
Das Bild und das Heiligtum
Das Bildnis wird im Heiligtum der Heiligen Grotte verehrt, das sich in einer natürlichen Grotte am Nordhang der Sierra Calderona, etwa 12 km von Altura (Provinz Castellón, Diözese Segorbe-Castellón) entfernt, auf einer Höhe von ca. 811 m befindet. Es ist offiziell als Marienwallfahrtsort der Diözese anerkannt und eines der bedeutendsten religiösen Symbole des Erzpriestertums von Segorbe und der Region Valencia. Das verehrte Bildnis ist ein kleines Büstenrelief der Jungfrau Maria (ca. 20 cm hoch und 10 cm breit) mit einem Strahlenkranz. Die meisten gängigen Quellen schreiben das Bildnis dem Mönch Bonifacio Ferrer zu und beschreiben es als Gipsrelief, obwohl neuere Beschreibungen ein Alabasterrelief erwähnen, das ebenfalls Bonifacio Ferrer zugeschrieben wird.
Schirmherrschaft und Krönung
Seit 1961, als Papst Johannes XXIII. sie zur Schutzpatronin des Bistums Segorbe-Castellón ernannte, ist sie neben dem heiligen Paschal Baylon dessen Hauptpatronin. Sie ist Schutzpatronin der Stadt Segorbe und wird besonders in Altura und der gesamten Region Alto Palancia verehrt. Seit 1955 ist sie zudem Schutzpatronin der spanischen Höhlenforscher. Auch andere Städte und Institutionen außerhalb des Bistums haben sie als ihre Schutzpatronin: Beniarrés (Alicante), Santa María de Dota (Costa Rica), Piacoa (Venezuela) und Bochalema (Kolumbien). Ihre kanonische Krönung fand am 8. September 1988 statt.
Feier und Hingabe
Der offizielle Festtag des Heiligtums ist der 8. September, und das Fest der Schutzpatronin (zu deren Ehren die Schutzpatronin der Diözese gilt) wird am 11. September mit einer feierlichen Eucharistiefeier sowohl in der Kathedrale von Segorbe als auch im Heiligtum selbst begangen. Die Wallfahrt von Altura zum Heiligtum findet am letzten Sonntag im April statt. Das Heiligtum ist heute ein Zentrum für große Wallfahrten aus der Diözese und der Region.
Verbindung zum Rosenkranz
Die konsultierten Quellen zeigen keinen spezifischen oder eindeutigen Zusammenhang zwischen dieser Andacht und dem Rosenkranz (Rosenkranzbruderschaft oder singulärer Rosenkranzpraxis, die sich von der üblichen Marienverehrung unterscheidet).
🌹 Eine Blume für die Jungfrau
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